«Chotz», «Hundegagel», «rostiger Knoten», «Schade ums Geld»: Die Visitenkarte der Gemeinde Au – der Kreiselknoten im Zentrum – provoziert Reaktionen, seit Tagen. Zumindest im Internet unter www.myrheintal.ch/forum dominieren die ablehnenden Stimmen.
Hat der Auer Gemeindepräsident Walter Grob mit so heftigen Reaktionen gerechnet? Er sei sich zumindest bewusst gewesen, dass ein mutiges Projekt eher Kritik hervorrufe, sagt dieser. Er habe aber auch zahlreiche positive Rückmeldungen erhalten. Die derzeit laufende Diskussion begrüsst der Gemeindepräsident, eine Diskussion über die Identität der Gemeinde fände er aber wichtiger.
Zur Frage eines Forumsteilnehmers, weshalb der Gemeinderat auf die viele Kritik im Internet bisher nicht reagiert habe, meint Walter Grob: Der Gemeinderat kommuniziere nicht über ein Internetforum, sondern bediene sich anderer Mittel. Gemeint sind etwa das Mitteilungsblatt der Gemeinde oder das Fest Anfang Dezember, an dem der «Knotenpunkt» eingeweiht wird.
Zu den vielen negativen Reaktionen zum Kreisel-Kunstwerk sagt Gemeinderat Alois Zoller: «Wenn etwas kritisiert wird, animiert das gleich weitere, ins gleiche Horn zu blasen.» Ausserdem sei es wohl so, dass Kritiker sich eher zu Wort melden würden als jene, denen die Plastik gefällt.
Der am Projekt ebenfalls beteiligte Metallbauer Werner Strub findet den Begriff «Knotenpunkt» imponierend – Au sei ja ein Knotenpunkt. Der Stahl erinnere an die Metallverarbeitung, die vor Ort eine grosse Rolle spiele. (gb)
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