Ostschweiz: 20. November 2008, 14:08

Cupspiele: Ohne Winter – aber mit Schnee?

FCSG-Concordia Basel
Adrian Winter ist für das Cupspiel gesperrt. Archivbild: Urs Jaudas

Am Wochenende spielen die drei Ostschweizer Challenge-League-Clubs St.Gallen, Wil und Gossau im Cup-Achtelfinal. Die besten Chancen auf ein Weiterkommen hat der FCSG, auch wenn er ohne Winter antreten muss. Wenig Gutes verheissen hingegen die Wetterprognosen: Schnee ist angesagt.

Maria Wyer
Der FC Wil empfängt am Sonntag um 14.30 Uhr den FC Zürich, den Zweiten der Super League, auf dem Bergholz. Offensiv spricht alles für den höherklassigen Gast aus Zürich. Die Stadtzürcher haben in der bisherigen Meisterschaft bereits 37 Tore erzielt, der FC Wil nur deren sechzehn. In der Verteidigung stehen die Wiler jedoch besser da. Sie haben weniger Goals erhalten als ihr Cupgegner. Torhüter Davide Taini blieb in den bisherigen Cupspielen sogar noch ohne Gegentor. Ausserdem hat Taini schon einmal den Cup gewonnen: 2005 mit dem FC Zürich.

Schlechte Karten
Der FC Gossau hat auf dem Papier die schlechtesten Karten, am Sonntag die nächste Cuprunde zu erreichen. Gossau gewann in dieser Saison in der Meisterschaft erst zweimal. Den letzten Sieg in der Challenge League feierten die Gossauer am 30. August gegen Stade Nyonnais. Gegner YB hingegen hat seit dem 31. August nicht mehr verloren und am letzten Wochenende mit einem 6:1-Sieg gegen Luzern aufgetrumpft.

Mehr Einnahmen, mehr Aufwand
Dass das Spiel auf dem Buechenwald aufgrund der Voraussetzungen eine klare Sache sein müsste, weiss auch der Gossauer Willi Römer, seit 1990 Verantwortlicher für das Club-Restaurant. Er hoffe aber dennoch auf einen Gossauer Sieg. „Ich wünsche mir ein weiteres Heimspiel im Cup“, sagt er. Der Cup bringe dem Club schliesslich sehr gute Mehreinnahmen. Allerdings erfordert das Spiel vom Sonntag auch mehr Aufwand. „In kurzer Zeit müssen wir viel verkaufen“, sagt Römer. So sind allein für den Verkauf von Würsten und Getränken 40 Personen im Einsatz.

FCSG ohne Winter
Der einzige Favorit aus der Ostschweiz ist der FC St.Gallen. Sie treffen am Samstag um 18 Uhr in der AFG Arena auf Locarno. Die beiden Teams haben in der fünften Meisterschaftsrunde bereits gegeneinander gespielt, damals im Tessin. Die Grün-Weissen haben die Partie knapp mit 2:1 für sich entschieden. Sie lagen 1:0 im Rückstand, ehe Moreno Costanzo in der 45. Minute den Ausgleich erzielte. Adrian Winter markierte schliesslich fünf Minuten vor Schluss den Siegestreffer. Im Cupspiel wird er allerdings keine Tore beisteuern können: Er ist gesperrt.

Schnee angesagt
Der Winter könnte trotzdem ins Spiel kommen, denn die Meteorologen haben für das Wochenende Schnee angekündigt. „Wir haben einen Traktor, um den Schnee vom Terrain zu schleppen“, sagt Christian Maier, Platzwart vom FC Wil, auf Anfrage von TAGBLATT ONLINE. Ausserdem würden auch Leute vom Club zur Verfügung stehen, um den Schnee vom Platz zu schieben. „Wenn am Samstagmorgen mehr als zehn Zentimeter Schnee auf dem Bergholz liegen, beginnen wir um sieben Uhr mit der Räumung“, sagt Maier. Eine frühe Räumung sei wichtig, damit das Spielfeld gut bespielbar sei.

Schaufeln, schaufeln, schaufeln
In Gossau dürfen keine Maschinen auf den Platz. „Im Moment sieht es so aus, dass der Handeinsatz von zahlreichen Helfern gefragt ist“, sagt Andreas Diessling, Leiter Hochbauamt. „Bei 30 Zentimeter Schnee müssten die Helfer schon ziemlich schaufeln.“ Heute Abend finde aber noch eine Sitzung mit den Verantwortlichen des FC statt, um das genauere Vorgehen zu besprechen.
Die AFG Arena verfügt zwar über eine Rasenheizung. Fällt viel Schnee, bleibt dieser trotzdem liegen. Patrick Koeppel, Leiter Betriebsorganisation, hofft, dass der Rasen maschinell geräumt werden kann, falls es Freitagnacht zu einem Wintereinbruch kommen sollte. "Wir werden alles dafür unternehmen, dass der Platz bespielbar ist", sagt Koeppel.


« zurück
0 Kommentare Beitrag kommentieren
Zu diesem Text sind keine Kommentare vorhanden

Um Inhalte kommentieren zu können, müssen Sie eingeloggt sein.

Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren!
Copyright © St.Galler Tagblatt AG
Alle Rechte vorbehalten. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis von www.tagblatt.ch ist nicht gestattet.
Anzeige
Anzeige
Unfälle & Verbrechen
Hoher Sachschaden bei Unfall

HUNDWIL. Am Dienstag kam es bei einem Unfall zu Sachschaden von rund 100'000 Franken. Verletzt wurde niemand.... »

Autofahrerin bei Kollision verletzt

ROMANSHORN. Am Dienstag verletzte sich eine 22jährige Autofahrerin bei einer Kollision. Sie musste ins Spital gebracht werden.... »

Raser mit Tempo 190 auf der A13

ST.GALLEN. Die Kantonspolizei St.Gallen hat am Montagabend bei Trübbach einen 28-jährigen Raser gestoppt, der mit über 190 km/h auf der Autobahn A13 unterwegs war.... »

Anzeige
Anzeige

Unfälle & Verbrechen
Betrunkene Mutter verursacht Unfall auf Schulweg

ST.GALLEN. Mit 1,4 Promille Alkohol im Blut hat eine Frau ohne gültigen Führerausweis am Dienstagmorgen in St.Gallen Blechschaden verursacht. Ihm Auto sass auch ihr Kind, das sie in den Kindergarten fahren wollte, wie die Stadtpolizei mitteilte. ... »

Wohnhaus in Vorarlberg niedergebrannt

BREGENZ. Das Wohnhaus eines Bauernhofs in Thüringerberg in Vorarlberg ist in der Nacht auf Dienstag niedergebrannt.... »

Hoher Sachschaden bei Autounfall

HERISAU. Sachschaden in der Höhe von rund 22'000 Franken ist am Montagnachmittag bei einem Zusammenstoss zwischen zwei Autos in Herisau entstanden. Verletzt wurde niemand.... »

Bahn fährt in Anhänger

MÜNCHWILEN. Am Montag ist die Frauenfeld-Wil-Bahn in einen Anhänger geprallt. Es entstand grosser Sachschaden.... »

Jugendliche Vandalen ermittelt

ERNETSCHWIL. Die Polizei hat über den Jahreswechsel drei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren ermittelt, die zugegeben haben, am 27. Dezember 2008 mehrere Sachbeschädigungen angerichtet zu haben. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Franken. ... »

Archivsuche

Anzeige
Anzeige
Login

Mittwoch, 7. Januar 2009, 6.02 Uhr
© St.Galler Tagblatt – Publikation der TAGBLATT MEDIEN